Hierarchie, § 295

Wir wollen nun betrachten, wie die Menschen den hierarchischen Dienst am Herrscher zu verstehen hat. Wer glaubt, nur durch Gebete aufsteigen zu können, ist vom großen Dienst weit entfernt. Wer in seiner Arbeit größtmögliche Anstrengung für das Allgemeinwohl leisten will, muss dazu den Herrscher in sein Herz aufnehmen. Wer nicht bereit ist, die eigene Bequemlichkeit aufzugeben, hat den großen hierarchischen Dienst nicht verstanden. Wer hierarchische Anordnungen der ignoriert, hat nichts vom großen Dienst verstanden. Nur wenn das Herz bereit ist, den vom Höchsten ausgehenden Willen bewusst aufzunehmen und auszuführen, kann man sagen, dass sich das große Dienen manifestiert hat. Daher halten Wir nichts von Ritualen bei Beerdigungen oder von gedankenlosen Anrufungen an den Herrscher. Wir schätzen das Streben der Schüler zum großen Dienst im hierarchischen Sinn. Man kann oft beobachten, dass jemand der den Dienst nicht geistig verstanden hat, den Herrscher und das hierarchische Prinzip nur so lange achtet, als es ihm gerade angenehm erscheint. Wir beachten daher jede Anstrengung, die den Hierarchen eine Last abnimmt, im Kleinen und im Großen. Mit Unserer Schaffenskraft unterstützen wir die Ehrung durch Taten, nicht jene durch Worte. Daher bedauern Wir es, wenn Wir Verehrung in Worten vernehmen, anstatt in Taten.

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