Hierarchie, § 260

Wie oft muss der Gärtner die Blumen des ihm anvertrauten Gartens gießen? Sicherlich jeden Tag, ausgenommen bei einem segensreichen Regenschauer. Wenn die Menschen ihre Fenster und Läden schließen, flicht der Gärtner Körbe für die reifenden Früchte. Wahrlich, der Regenschauer befreit den Gärtner von der Arbeit des Wassertragens. Verhält es sich nicht ebenso mit der LEHRE? Gewiss, man sollte die Grundlagen der LEHRE jeden Tag wiederholen. Jede Stunde sollte man die LEHRE vor der Pest der Gewohnheit schützen. Doch bei einem Wirbelwind bedarf die LEHRE keines Schutzes, denn allein in ihr wird man des Menschen einzige Hoffnung entdecken. Dann wird man die Köpfe von der Erde abwenden und vielleicht zum ersten Mal die fernen Welten sowie das himmlische Feuer wahrnehmen. Der Gärtner nennt den Regenschauer Segen. Werden wir nicht dasselbe vom Wirbelwind sagen, der uns an das Raumfeuer und das künftige Sein denken lässt?

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