Hierarchie, § 232

Sogar die besten Freunde prüfen einander mit kunstvollen Schachzügen oder bei einer gefährlichen Jagd. Auch in einer Kaserne führt die Armee Manöver aus, damit die Mannschaft beweglich bleibt; weder die Besiegten sind dabei beleidigt noch prahlen die Sieger, dies sind Übungen der Findigkeit. Ich erinnere Mich, als einst das Kind Unserer Herzen – Dschechangir sich über seinen Spielkameraden Dscheladin beklagte, er wäre von ihm ernsthaft angegriffen worden. Wir fragten: ‘Wie geschah dies?’ Dschehangir spielte einen Jäger und Dschelaldin einen Tiger. Ich sagte: ‘Es ist wunderbar, dass sich dieser wilde Tiger nun in eine Taube verwandelt hat. Danke deinem Kameraden, dass er für dich den wütenden Tiger nur nachahmte. Morgen gehen wir auf die Jagd nach echten Tigern, sei auch mit ihnen findig. Aber denk daran, ein Regent beklagt sich nicht.’ – Dies geschah so zu Zeiten Akbars, der Indien vereinigte. Wir müssen immer bedenken, dass HIERARCHISCHES Verständnis verpflichtet. Man versteht nun, wie nützlich diese Übungen sind, andernfalls wird das Licht, das ja nur im Kampf entflammt wird, trüb. Die Lichter des Kampfes und der Kühnheit sind die kostbarsten.

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