Das Herz ist der Mittelpunkt, aber am wenigsten egozentrisch. Nicht der Egoismus lebt im Herzen, sondern die All- und Menschenliebe. Bloß der Verstand umgarnt das Herz mit einem egoistischen Spinngewebe. Nächstenliebe offenbart sich weniger durch sogenannte gute Werke, deren Motive sehr verschiedenartig sein können, sondern durch innerste Herzensgüte. Diese entzündet jenes Licht, welches die Finsternis erleuchtet. So erweist sich das Herz als ein wahrhaftes, verbindendes Organ. Wenn unser Licht strahlt – symbolisch als Aura – so ist sein Ursprung das Herz. Man muss es lernen, das Herz nicht als sein eigenes Organ zu empfinden, sondern als Teil des Universums. Nur durch diese Empfindung kann man sich vom Egoismus befreien und dennoch die Individualität der Aufspeicherungen bewahren. Es ist schwierig, die Individualität mit dem Universum zu vereinen, nicht ohne Grund verbindet der Magnetismus des Herzens dieses mit dem Kelch. Man kann sich vorstellen, wie das Herz ein besonderes Licht ausstrahlt, das die Nervensubstanz in jeder Weise erleuchtet. Der Kristall der psychischen Energie kann jedoch verschiedene Farben haben.