Herz, § 587

Ein Eremit, der die Sprache der Tiere verstand, bemerkte, wie eine kleine grüne Schlange während seiner Gebete begann, sich bei ihm umherzuschlängeln. Dies setzte sie über mehrere Tage fort. Schließlich fragte der Eremit die Schlange: ‘Was bedeutet dein seltsames Benehmen?’ Die Schlange antwortete: ‘Rischi, deine Konzentration ist seltsam, wenn du bei deinem Gebet auch meine Bewegungen bemerkst!’ Darauf antwortete der Eremit: ‘Listiger Wurm, urteile nicht von dir aus. Zuerst erfolgt die irdische Konzentration, dann die feinstoffliche und dann die feurige, sobald dem Herzen das Himmlische und das Irdische innewohnt.’ Dieses Gleichnis möge vielen erzählt werden. Die Windungen der Schlange sind so häufig! Den Schlangen gleichend können Menschen etwas, was über ihren kriechenden Zustand hinausreicht, nicht dulden. Sie sind bereit, Zeit zu verschwenden und sich anzustrengen, um etwas aufzuspüren, was ihrer Meinung nach herabsetzend sei. Solch eine Denkrichtung entspricht den Dimensionen eines Wurmes. Wer zu behaupten sucht, dass es die Errungenschaften eines Yogis nicht gibt, der ist wahrhaftig ein listiger Wurm! Aber es ist notwendig, sich durch Verfeinerung des Herzens auf alle Yogaeinzelheiten zu konzentrieren – so werden die früheren Errungenschaften in den Strahlen der Neuen Welt erneuert. Warum sich durch irdische Errungenschaften eine Grenze setzen? Warum sich gewaltsam von karmischen Bedingungen losreißen? Durch die Feuertaufe kann man hier die Vereinigung mit der Feinstofflichen Welt erlangen. So vermag man sich durch das Verstehen des Herzens zu stärken und jene physisch fühlbaren, segensreichen Ströme zu empfangen.

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