Viel Naheliegendes bleibt unerforscht. Sind Schweiß und Speichel erschöpfend erforscht worden? Wir lesen von giftigem Speichel. Wir kennen den segensreichen Speichel. Wir härten von der verschiedenen Beschaffenheit des Schweißes, und dennoch sind diese Sekrete nicht erforscht worden. Der Schweiß der Arbeit und der Schweiß des Überessens sind nicht gleich. Der Speichel des Zorns und der Speichel der Hilfe sind verschieden. Aber diese Symptome sind einfach. Jeder menschliche Zustand erzeugt eine bestimmte chemische Reaktion. Wenn man diese wirklich kosmische Mannigfaltigkeit des Mikrokosmos studiert, kann man zum Verstehen sowohl der physischen als auch der geistigen Welt gelangen. Bei einem intelligenten Menschen werden die Reaktionen unterschiedlich sein. Man wird erfahren, wie sehr sich der Schweiß des Gebets und des hohen Herzstrebens vom Schweiß des Eigennutzes unterscheidet. Der Schweiß des zu Hilfe Eilenden ist völlig verschieden von dem eines flüchtenden Mörders. Beim Vergleich solch entgegengesetzter Reaktionen kann man den Produkten der psychischen Energie auf die Spur kommen. So nahe liegen die künftigen wissenschaftlichen Errungenschaften. Natürlich sollte der Forscher genügend Feinfühligkeit besitzen. Er wird verschiedene Gefühlsregungen aufdecken und durch ehrlichen Vergleich viele verworrene Begriffe zu klären haben. Der Zusammenhang zwischen Sekreten und Veränderungen in der Aura wird das Experiment ebenfalls bereichern. Außerdem werden dazu weder Vivisektion noch andere Quälereien notwendig sein. Der Forscher könnte alle möglichen Räume menschlicher Tätigkeit aufsuchen und natürliche, nicht gewaltsam herbeigeführte Beweise sammeln. Am schwierigsten wird es sein, die vom Gebet und von höherer Bestrebung herrührenden Produkte zu finden; anders gesagt, von den allerwichtigsten Äußerungen. Aber auch bei diesen Erscheinungen wird der Suchende die wahren Schätze finden. Ihr habt Schweißausbrüche in Verbindung mit dem Streben des Herzens bemerkt. Gerade das ist ein seltenes Beispiel für das Streben des Herzens. So ratet den jungen Ärzten und Wissenschaftlern, diesen Erscheinungen unter den feurigen Erkrankungen, von denen Wir bereits gesprochen haben, dringend Aufmerksamkeit zu schenken. Diese Beobachtungen werden sehr nutzbringend sein. Man sollte die kommenden feurigen Epidemien nicht vergessen. Viele ausführliche Mahnungen sind in der Geschichte der Menschheit verstreut. Besonders jetzt, wo die Anwendung unerforschter Energien bedeutende Ausmaße annimmt, sollte man die Möglichkeit eines Rückschlages erwägen. Die Wissenschaftler sollten ihre Aufmerksamkeit auf die Eigentümlichkeit vieler Krankheiten richten. Man kann sie nicht bloß als die Verdichtung des Wirbels der Gesellschaft erklären. Die Ursachen liegen weit tiefer, und Unser Ratschlag, das Herz zu erziehen, ist sehr zeitgemäß.