Das rechte Maß des Gebens ist das Kriterium der Liebe und Verantwortung. Zuwenig zu geben ist der Liebe entgegengesetzt, aber nicht besser ist es, zu viel zu geben. Geiz ist unwürdig, und die bis zum Verrat führende Großzügigkeit ist unzweckmäßig. Wie unzureichende Nahrung Hunger verursacht, so verursacht übermäßige Nahrung Vergiftung. Man kann ohne Übertreibung feststellen, dass das Ausmaß des Verrats zufolge übermäßigen Gebens beträchtlich zugenommen hat. Der Lehrer, der gibt und vertraut, muss viele Bedingungen in Erwägung ziehen. Er muss nicht allein das persönliche Verdienst des Empfängers in Erwägung ziehen, sondern auch die karmisch und astrologisch bedingten Eigenschaften seiner unmittelbaren Umgebung. Ein verfeinertes Herz sagt einem, wie man in diesem verwirrten Strom der Bedingungen handeln soll. Deshalb schätzen Wir dieses Kriterium des Herzens so sehr. Der Pfad des Bodhisattwas umfasst dieses Wesen des Maßes. Keine Logik wird den Gebenden vor Übermaß behüten, doch das Herz kennt dieses himmlische Gleichgewicht.