Herz, § 565

Es geschieht weit mehr Wundersames als wir gewöhnlich denken. Man könnte einige historische Beispiele zitieren, wie ansehnliche Persönlichkeiten verschwanden, ohne Spuren zu hinterlassen. Aber jene, die sich aus einem bestimmten Grund nicht verbergen konnten, starben zum Schein, mit der Bitte, sie reichlich zu bedecken und mit Blumen zu bestreuen. Des Nachts kamen unbekannte Personen, tauschten den Körper aus und verschwanden mit dem scheinbar Toten. Man könnte auf mehrere Fälle in Asien, Ägypten und Griechenland hinweisen, wo Ereignisse eine solche Verklärung erforderten. Allerdings stellt die Geschichte diese Ereignisse in völlig entstellter Weise dar. Leere Gräber und geheime Einäscherungen könnten den Menschen an viel Unbekanntes mahnen. Man sollte große Maßstäbe anlegen. Man sollte nicht meinen, dass etwas begrenzt wäre. Für Materie Lucida sind alle Errungenschaften erreichbar. Gerade nach großen Maßstäben kann man auch große Verantwortung entwickeln. Es gibt viele Wege – und wenn Wir jetzt auf dem kürzesten bestehen, so heißt das, dass der Endpunkt der Ereignisse gekommen ist. Es ist richtig, die Ursachen und den Verlauf der Ereignisse zu betrachten. Aber nur wenige fühlen die Verantwortung für das Geschehen. Ich kann bestätigen, dass jede aufgezeigte Lage ihre höchst unmittelbare Bestimmung hat. Seit alters war es üblich, die Beobachtungsfähigkeit des Schülers zu prüfen. Dafür wurde eine abstrakte Formel ausgesprochen und beobachtet, ob der scharfe Verstand der Rückschau fähig ist, um für die ausgesprochene Formel Verwendung zu finden. Die Lehre kann das Verstehen durch Beobachtung vertiefen.

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