Herz, § 559

Wenn Ich sage: ‘Wir sehen mit den Augen des Herzens’, denke Ich an kein Symbol, sondern an ein physisches Gesetz. Im vertieften oder befreiten Bewusstsein geht eine Umwandlung aller Gefühle vor sich. Die lebhafteste Farbe wird unsichtbar; die lauteste Symphonie unhörbar, die stärkste Berührung unfühlbar; die heißeste Speise unbewiesen; so wirklich ist das Reich der Gefühle im Herzen. Man sollte diesen Wesenszug nicht als abstrakt erachten. Im Gegenteil, er beinhaltet eine weitere Annäherung an die Feinstoffliche Welt. WIR raten Unseren Schülern, diese Umwandlung der Gefühle, als einen der besten Beweise der Verfeinerung des Herzens, auszuüben. Durch einen sehr einfachen Befehl des Herzens kann man sich zwingen, weder zu hören noch zu sehen. So kann man es lernen, an den ganzen Schrecknissen der niedersten Sphären vorbeizukommen. Man muss sich diese Eigenschaft zu eigen machen, andernfalls wird vom Sperrnetz unnötig viel zerstört. Das edle Wesen zu erhalten, ist ebenfalls eine der Aufgaben eines Yogis. Man sollte Aufspeicherungen, die viele Mitmenschen berühren, nicht vergeuden. Die Zusammenarbeit gründet vor allem auf gegenseitiger Verantwortung.

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