Herz, § 554

Ein Primitiver wird in seinen Gebeten hauptsächlich um Gnade für sich selbst flehen, während ein weiser Einsiedler für das Wohl der ganzen Welt bittet. Darin liegt der Unterschied zwischen Primitiven und Weisen. Dieses Wohl sollte als Grundlage für alle Gedanken dienen. Es ist weder angebracht noch nützlich, für sich selbst etwas zu erflehen. Nur ein unreifes Herz hält sich selbst für das wichtigste Wesen. Es ist jedoch viel weiser für die ganze Welt zu beten, denn in dieser werdet auch ihr euren Segenstropfen finden. Besonders jetzt ist es notwendig, diesen hehren Pfad zu beschreiten, denn nur so kann man zum Herz finden.

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