Herz, § 497

Man wird euch die Frage stellen, warum sich die offenbare Hilfe erst am Rand des Abgrunds einstellt. Dafür gibt es viele Gründe: Karma und der Wunsch nach Selbstvervollkommnung, obgleich andererseits der Grund in der Anspannung der Herzenergie liegt. Für Zusammenarbeit mit den Höchsten Kräften bedarf es der Anspannung des Herzens, aber sie wird gewöhnlich nur erlangt, wenn die Anstrengung ihre äußerste Grenze erreicht hat. Das heißt: würde die Herzenergie sich so kundtun, wie es sein sollte, dann käme die Zusammenarbeit früher zustande. So gelangen wir wieder zur Ausbildung der Herzenergie. Lasst uns erneut daran erinnern, dass dieses Ausbilden bei den geringsten Empfindungen und den gewöhnlichsten Tätigkeiten beginnen sollte. Dieser Umstand erschwert die Sache, weil die Menschen gewöhnlich zu sagen pflegen: ‘Lasst mich einen Riesen bekämpfen, verschont mich aber mit dem Flöhefangen.’ Jedoch Riesen sind selten, wogegen es unzählige Flöhe gibt. Durch diese finsteren Schwärme muss man hindurch. Das Haus muss vor ihnen bewahrt werden. Das vom Riesen herbeigetragene Gift ist geringer als jenes vom Floh. Ebenso erweckt die Erscheinung des Riesen ungewöhnlichen Mut, doch Mut ist auch gegen Mücken und Flöhe vonnöten, und für gewöhnlich haben die Menschen eher unter Flöhen zu leiden als durch Riesen.

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