Herz, § 495

Die Menschen sind zuweilen geneigt, die Macht der Gedanken einzusehen, selbst wenden sie diese Einsicht jedoch nicht an. Sie träumen in erhabenen Gedanken, die allerkleinsten beherrschen sie jedoch nicht. Es wird gefragt, wie man Gedanken in die Tat umsetzt. Mit der Disziplinierung der allerkleinsten Gedanken muss begonnen werden, erst danach kann man Gedanken entstehen lassen, welche Berge versetzen können. Der Rat, die allerkleinsten Gedanken zu disziplinieren, ist der Beginn der Genesung des Herzens. Verlasst euch nicht auf verschiedene äußere Prana-Yama Übungen. Der Weg eines Agni-Yogis führt über das Herz, dem Herzen muss jedoch durch Disziplinierung des Denkens geholfen werden. Ungeordnete Gedanken gleichen Gewürm und Fliegen; sie verletzen die feinstoffliche Substanz. Oft bergen sie tödliches Gift. Besonders die unbedeutendsten Gedanken sind Wahnsinn; und sie bilden das Haupthindernis für die Annäherung der feinstofflichen und der grobstofflichen Welt. Wie soll man die Freunde dazu bewegen, unverzüglich das anzunehmen und auszuführen, was über unbedeutende Gedanken gesagt ist?! Dazu bedarf es nur geringer Aufmerksamkeit sowie das Erkennen der Verantwortlichkeit.

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