Herz, § 460

Nicht allein Schwingungen, sondern auch das Wesen des Herzens ruft Schaffenskraft hervor. Dieselbe Energie sollte in den geringsten Lebenserscheinungen geschätzt werden. Sogar in seiner geringen Erscheinung stellt Leben ein Wunder dar, das es verdient, in zahlreichen Büchern beschrieben zu werden. Lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf die physische Hülle, so wird die Beachtung unserer Herztätigkeit unvermeidlich verstärkt. Die Lehre des Herzens ist die Lehre von den Ursachen der Erscheinungen. Bei den Alten begann die Lehre, indem sie ihre Hände auf das Herz legten; worauf der Lehrer die Frage stellte: ‘Hörst du?.’ ‘Ich höre’, antwortete der Schüler. ‘Das ist das Pochen deines Herzens, doch es ist nur das erste Pochen an die Tore des Großen Herzens. Beachtest du deinen Herzschlag nicht, dann wird dich der Schlag des Großen Herzens betäuben.’ So wurde mit einfachen Worten die Weisung erteilt; so wurde der Pfad der Unbegrenztheit über die Selbsterkenntnis gelegt. Doch kann es sein, dass wir von den Alten abwichen und uns den Pfad des Bebens, den Pfad ewiger Bewegung nicht mehr vergegenwärtigen können? Ihr habt richtig bemerkt, dass die Bewegungskraft das Pfand der Vervollkommnung ist. Deshalb wird ein statischer Zustand, bar jeder Anspannung und jeden Strebens, den Gedanken der Menschheit nicht erheben.

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