Herz, § 450

Ein Rischi schickte Notleidenden und Kranken kleine Stückchen Leinen, Palmenblätter oder Birkenrinde. Die Empfänger diese Geschenke spotteten darüber und sagten: ‘Ist es nicht lächerlich, seine Kräfte mit dem Aussenden von blanken Fetzen zu vergeuden?’ Sie ließen eben nur Worte gelten. Doch die Weisen unter ihnen legten diese Sachen auf die kranken Körperstellen oder auf das Herz und empfanden Erleichterung. Sie verstanden, dass der Rischi durch Handauflegen das Gewebe mit seiner psychischen Energie durchtränkt hatte. Ebenso bekannt sind die wundersam übermittelten Bilder oder Handabdrücke, die durch Wärme oder Licht zum Vorschein kommen. Gewiss, jeder Arzt wird mehr zu gröbsten Pflastern und Salben Vertrauen haben, als dem Magnetismus von Gegenständen Glauben zu schenken. Vielleicht kann man den Arzt sogar damit besänftigen, indem man auf die Fettablagerungen hinweist; doch im übrigen gibt sich ein Hund für höhere Dinge verständnisvoller. Deshalb ist es unerhört schwer, dem menschlichen Gehirn all das einzuprägen, was die Würde des Menschen erhebt.

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