Herz, § 439

Die Gedankenprojektion auf einen hochempfindlichen Film ist durchaus möglich, doch dafür bedarf es des schärfsten Denkens. Die Hauptsache liegt in der Denkfähigkeit. Ton bildet Rhythmus auf dem Sand. Auch vom Gedanken gehen Schwingungen aus. Diese sind allerdings viel feiner als der Ton. Deshalb kann er nicht nur auf die groben Sandkörner einwirken, sondern auch auf den feinsten Film. Die Menschen werden solche Verfeinerung und Konzentration nicht bald erreichen. Sie ersetzen Konzentration durch Vergnügungen. Doch wurde Zerstreuung angeordnet? Überall wurde auf die Tat verwiesen, doch nicht auf das Chaos von verstreuendem Sand.

‹ § 438 · Inhaltsverzeichnis · § 440 ›