Die Frage, warum die Begründer geistiger Lehren von verschiedenen physischen Krankheiten nicht verschont blieben, beschäftigt die Menschen ganz besonders. Gewöhnlich wird diese Frage gerade von jenen gestellt, die durch Argwohn, Verurteilung und alle Arten von gegensätzlicher Tätigkeit zur geistigen Arbeit zu solchen Krankheiten selbst am meisten beitragen. Doch bringt diesen Fragesteller in einen vergifteten Raum, er wird sofort von hunderterlei Krankheiten befallen sein. Man muss sich natürlich die Anspannung des Organismus bei geistiger Arbeit vor Augen halten. Im Wunsch zu helfen, saugt er gleich einem Magneten die umgebenden Zustände auf. Das Übertragen der Krankheit eines anderen auf sich selbst ist kein Märchen. Bei diesem Vorgang kann man beobachten, dass der Schmerz nicht gleichartig übertragen wird, sondern dass er die angespanntesten oder die schwächsten Zentren befällt. Man sollte die in den Leben der Heiligen geschilderten Schmerzen nicht als übertrieben erachten. Im Gegenteil, sie sind genauso angespannt und verschiedenartig wie die Menschheit selbst. Aber was erleichtert diese Leiden? Wenn nicht der hierarchische silberne Faden selbst, dann gibt das Herz selbst oft das Zeichen für den Einsatz des heilenden Strahls. Wir sind oft erstaunt, dass Ärzte den Leuten, die den Kranken besuchen, keine Aufmerksamkeit schenken. Vielleicht würde die Hälfte aller Heilungen nicht von Medikamenten abhängen, sondern von der Verbannung der schädlichen Elemente, die von jenen, die geistige Ansteckung mit sich tragen, so reichlich eingeschleppt werden.