‘Am Abend vertraute er den Gedanken seinem Herzen an, und am Morgen verkündete er seinen Entschluss’, so heißt es in den persischen Annalen vom Weisen des Berges. Für viele Menschen ist dies bloß ein Ausspruch. Doch dieser Ausspruch umfasst genau eine ganze Lehre: ‘Er vertraute den Gedanken seinem Herzen an.’ Nirgendwo sonst, als auf dem Altar des Herzens kann der Gedanke umgewandelt werden! Viele Leser des Buches HERZ werden sich fragen, ob sie etwas Neues und Anwendbares erfahren haben. Solche Menschen benötigen ein Apothekerrezept, um ihr Herz mit Patentpillen zu erheben. Für sie ist das Gebot, den Gedanken seinem Herzen anzuvertrauen, Unsinn, und für sie ist es schwierig, in ihrem verwirrten Bewusstsein den Gedanken zu zergliedern. Sie können in ihren Gehirnwindungen das Herz nicht entdecken. Doch wer den Altar des Herzens bereits fühlte, wird auch die Zucht des Geistes erkennen. Wir senden jenen Freunden die Rufe des Herzens, die einander auf den Kreuzwegen des Ostens begegnen. Wir senden jenen die Rufe der Eintracht, deren Herz bereits die Musik der Sphären vernahm. Für den, dem die Sphäre Leere bedeutet, ist das Herz nur ein Blutbeutel.