Herz, § 391

Gefühle werden den Verstand immer dominieren. Man muss dies als unbestreitbare Tatsache hinnehmen. Wenn man von Herzlichkeit spricht, so bestätigt man damit die Herrschaft der Gefühle. Herzliche Gefühle sind aber etwas Anderes als Begierden! Das Verständnis der Schaffenskraft der Gefühle führt zur Erkenntnis der Schaffenskraft der Gedanken. Lasst uns das Reich der Gefühle nicht weiter zergliedern, denn es ist ein Feld voller Blüten. Wir kennen die Saat der Gefühle, doch wo sind die Früchte des Verstandes? Der Verstand kann ohne herzliche Saat nicht schaffen. Wenn Wir über Herzlichkeit sprechen, dann meinen Wir Schönheit.

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