Herz, § 386

Das Herz ist seinem Wesen nach ein Höheres Organ, das auch so wirkt und schenkt; daher entspricht jedes Opfer der Natur des Herzens. Jede echte Lehre gebietet zu Geben. Dieses Gebot ist notwendig, denn das Herz kann nicht leben ohne zu geben. Natürlich muss Geben richtig begriffen werden. Darunter sind nicht nur Geld- und nutzlose Sachspenden zu verstehen, wahrhafte Geistigkeit muss gegeben werden. Möge jedes Herz Geistigkeit ausströmen. Nicht ohne Grund wird gesagt, dass jeder Herzschlag aus einem Lächeln, einer Träne und aus Gold besteht. Das gesamte Leben fließt durch das Herz. Versteht, das Herz muss immerzu arbeiten. Nichts vermag das Herz derart zu verfeinern, wie immerwährendes geistiges Geben. Gewöhnlich wird geistiges Geben nicht geschätzt, so wie alles Unsichtbare nicht gewürdigt wird. Die Quelle des geistigen Reichtums, wie auch des materiellen, ist das Herz. Es muss an jedem Anlass beteiligt sein, die Herzschläge weisen den Weg.

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