Herz, § 330

Der verfeinerte Zustand des Herzens ruft eine besondere Tätigkeit sämtlicher Gefühle hervor. Die Sinne des Geruchs, des Gehörs, des Sehens und des Geschmacks wirken unausgesetzt. Es gibt keine Ruhe, denn nach dem Verstummen irdischer Klänge erreichen einen die Klänge des Widerhalls der Feinstofflichen Welt. Es gibt keinen Augenblick ohne Geruch, denn die reinste Luft ist voller Wohlgerüche; es gibt keine visuelle Leere, denn die Lichter der Feinstofflichen Welt verlöschen weder für das offene noch für das geschlossene Auge. Ist nicht der klarste Himmel voller Gebilde? Gleichfalls kann der Geschmack nicht aufhören, wenn der Mensch selbst das mächtigste chemische Laboratorium ist. Was die Berührung betrifft, wisst ihr selbst, wie sehr einen die Feinstoffliche Welt berühren kann. So macht uns das Herz, ohne diese Welt zu verlassen, zu Mitarbeitern von vielen feinen Erscheinungen. Wenn jemand auf das Vorhandensein absoluter Ruhe besteht, erachtet sein Herz als nicht verfeinert.

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