Herz, § 327

Die Aufmerksamkeit zu schulen gilt als Bedingung für die Beobachtung der Zeichen der Feinstofflichen Welt. Aufmerksamkeit kann man durch verschiedene Methoden entwickeln. Man kann aus einer Symphonie eine Stimme wählen und verfolgen, oder man kann auch mehrere gleiche Töne gleichzeitig festhalten. Ebenso nützlich ist es, die Klänge der Stille festzustellen. Stille hat viele zarte Stimmen, und ihren Rhythmus beachten heißt, der Feinstofflichen Welt näherkommen. Doch beim Erforschen der Stille ist es lehrreich, den Missklang jeder physischen Einmengung zu erkennen. Es gibt kein besseres Beispiel, als den Vergleich des physischen Tones mit der Feinstofflichen Welt. Aber solch ein Gegenpol ist auch im Bereich des Geruchssinns zu bemerken. Diese Eigenschaft entwickelt sich jedoch weit seltener! Da sich der Geruch in der Feinstofflichen Welt als eine Form von Nahrung erweist, ist es verständlich, dass der Geruchssinn in der physischen Welt nicht so hoch entwickelt ist. Natürlich, wie ihr bemerkt habt, ist die Feinstoffliche Welt von Düften erfüllt. Je höher, umso vollkommener sind diese. Aber die niederen Schichten sind voller Verwesung. Wenn sich nicht verkörperte Wesenheiten in den niederen Schichten aufhalten, tragen sie die Hülle der Verwesung mit sich; deshalb ist es sehr nützlich, sich zu Lebzeiten den Flug in die höheren Schichten anzugewöhnen.

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