Herz, § 300

Wenn dem Gedanken schöpferische Energie innewohnt, wie nützlich ist es dann, einen guten Gedanken in den Raum zu senden. Wenn die Menschheit gewillt wäre, zur gleichen Zeit einen guten Gedanken auszusenden, dann würde sich auch die verseuchte Atmosphäre der niederen Sphären sofort klären. So ist es notwendig, darauf bedacht zu sein, täglich sogar öfter nicht für sich, sondern für die Welt einen Gedanken auszusenden. So wird sich das Denken an uneigennützige Bestrebungen gewöhnen. Wie der Erlöser der Menschheit nur an die ganze Welt denkt, so können wir, ihm nacheifernd, unsere Gedanken zur Manifestation schöpferischer Energie aufwenden. Es ist nicht notwendig, die Gedankenübertragung als überirdischen Akt zu betrachten. Möge sie Nahrung für den Geist bieten, gleich dem Brennmaterial für das nächtliche Lagerfeuer! So ist es also notwendig, einfach dem höchsten Beispiel zu folgen. Das Herz wird wie ein zuverlässiges Uhrwerk sein, wenn es zum Gedanken an alle aufruft. Es bedarf keiner ermüdenden Meditationen; der Gedanke an die Welt ist kurz und widerspiegelt so schlicht die Selbstlosigkeit. Möge es dem Weltall gut ergehen!

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