Herz, § 298

Nichts kann das Verstehen der Unsichtbaren Welt vermitteln, außer ihre wirkliche Empfindung. Nichts kann dem Herzen helfen, wenn es sich nicht selbst das Gefühl und der Empfindung hingeben will. Ein behutsames Verhalten den Lebenserscheinungen gegenüber zeugt von Bereitschaft für die Versuchsmethode der Forschungsarbeit. Man sollte Bestätigung nicht als etwas Abstraktes verstehen, sondern als Notwendigkeit, der durch Erfahrung bestätigten Lehre ganz nahezukommen. So ist es auch notwendig, sämtliche Rhythmen wechselnder Ereignisse zu verstehen. Wenn der durch die Landschaft fahrende Zug in einen Tunnel einläuft, wird nur ein Kind über sein Verschwinden aufschreien. So lasst uns bei wechselndem Gang der Ereignisse Ruhe bewahren.

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