Herz, § 275

Der Lehrer bedarf des besonders klaren Bewusstseins der Schüler. Doch die das Bewusstsein trübende Umnachtung lässt den Antrieb der in den Tiefen gehüteten ganzen Macht nicht zu. Unter den Ursachen des Erfolgs oder Misserfolgs im Wirken nimmt der Bewusstseinszustand keinen geringen Platz ein. Sogar die geringste Schwierigkeit oder Unbeständigkeit im Streben ändert die Folge. Zum Beispiel: Jemand sucht euch auf mit dem Wunsch, ihm zu helfen und erwartet von euch allein den Antrieb, dies zu tun. Doch ihr könnt von ganz andersartigen Gesprächen eingenommen sein, und der Wunsch, ihm zu helfen, verflüchtigt sich in eine Tasse Tee. Nebenbei erfordert die Sitte des Landes, dass die Zeit mit den unbedeutendsten Mitteilungen ausgefüllt wird, und in diesem Unsinn gehen die wertvollsten Saatkörner verloren. Würde die Menschheit doch wenigstens den Wert der Zeit schätzen, es könnte vielem Lebenswichtigen begegnet werden. Natürlich, dies kann durch das Herz geregelt werden, um sich auf die höchsten Maßstäbe zu beziehen.

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