Herz, § 241

Jedes Mitleid zieht das Herz zusammen. Mitgefühl bereichert das Herz mit neuem Licht. Selbstbemitleidung hingegen hinterlässt das Herz wie eine verwelkte Mangofrucht. Das gleiche gilt für Frohlocken und wohltätige Taten. Es ist Zeit zwischen eigennützigen Gedanken und solchen für das Allgemeinwohl eine Grenzlinie zu ziehen. Es wäre von Nutzen, den Schülern in den Schulen in bezug auf Geschichtsepochen die Frage zu stellen, wie sie anstelle der Helden gehandelt hätten. Man darf den Schülern keine bestimmte Antwort einimpfen, sondern sollte den Boden für alle Arten Überlegungen erschließen; so werden die Studenten vor ihre ersten Prüfungen gestellt. Deshalb sollte man sich von klein auf an die freie Wahl von Ergebnissen gewöhnen. Natürlich, die Unsichtbare Hand des Lehrers wird immer vor Rückschritt warnen. Dazu muss allerdings wenigstens ein dünner Faden zur Hierarchie bestehen.

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