Herz, § 222

Wir bestehen stets darauf, jedwede Frucht zu überwinden. Dies ist keine abstrakte Forderung, sondern sie hängt mit dem unmittelbaren Aufstieg des einzelnen zusammen. Sobald die Furcht ansteigt, bildet sie, wie viele negative Eigenschaften, einen negativen Magneten. Dieser Magnet wird die Persönlichkeit in ihren nächstfolgenden Verkörperungen immer zu dem ihrer Furcht eingeprägten Gegenstand drängen. Wenn der Mensch etwas fürchtet, wird er unweigerlich gezwungen, den Weg gerade dieses Schreckens so lange zu durchschreiten, bis er seine Furcht ausgelebt hat. Deshalb ist es nützlich, dass sich der Mensch, nachdem er die Unverletzlichkeit seines geistigen Wesens erkannt hat, bereits hier von aller Furcht befreit. Denn alle Drohungen sind nichtig. Sogar die Begegnung mit mächtigen finsteren Wesenheiten ist nicht gefährlich, wenn das feste Band mit der Hierarchie bewahrt wird. Auch andere negative Eigenschaften können neutralisiert werden, wenn das Bewusstsein den Beweis liefert, dass es unwürdig ist, rückfällig zu werden; da man den Rückfall an sich selbst zu spüren bekommt.

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