Herz, § 202

Das äußerst wichtige Sammeln von Erfahrungen erinnert einen immer an ein Beispiel aus früher Kindheit. Ein Kind erkennt nicht die Eigenschaft des Feuers, solange es sich nicht verbrennt. Natürlich, die Erwachsenen lächeln hochmütig über dieses Beispiel, sie erlangen aber ihre eigenen Erfahrungen nach den gleichen Methoden. Nichts will die Menschen dazu bewegen, feinere Methoden anzuwenden. Sie werden sich allerdings wundern, warum die Auswirkungen ihrer Missgeschicke so langwierig und schmerzlich sind. Man kann gewiss sein, dass jede Tätigkeit als zur Erlösung notwendig anzusehen ist. Das ist wiederum keine Strafe, sondern der Erwerb von Erfahrung, und über die Genauigkeit der karmischen Waage kann man staunen. Es gibt nichts, was dieses große Gleichgewicht zu tadeln vermag. Die Spannung der Waagschale hängt vom Herzen ab; es kann den Wert der Aufspeicherungen bereichern, erheben und abschätzen. So mögen die Menschen ihre eigene Rechtfertigung, die im Herzen ruht, aufmerksam überwachen. Nicht ohne Grund gibt es unter den Begriffsbestimmungen über das Herz auch jene der Verteidigung.

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