Herz, § 167

Wenn ihr zwecks Wahrnehmung der kosmischen Schwingungen das Pendel über eine sandige Oberfläche haltet, so werdet ihr es nicht mit der Hand anstoßen und seine Bewegung gewaltsam beschleunigen. Solche Gewaltanwendung wäre vor allem töricht, denn sie würde nur zu einer falschen Anzeige führen. Genauso verhält es sich mit dem Pendel des Geistes. Man kann seine Anzeige nicht erzwingen. Die Aufzeichnungen der Nadel des Geistes sind kompliziert, und nur das Streben des Herzens kann die Anzeigen des Pendels lebendig und wahrheitsgetreu verstärken. Vom gleichen Pendel des Geistes spricht die Lehre des Alten Tibet. Über dem Haupt wird ein Magnet angebracht; und nicht nur der innere Reflex wird bemerkt, sondern auch der Magnet beginnt zu schwingen. Das Wesen der Bewegungen wird sich entweder ruckartig oder zitternd anzeigen; sie können aber auch kreisförmig sein, und dieses Zeichen wir den rechten Bewusstseinszustand kennzeichnen. Dieses Experiment ist allerdings sehr langwierig und auch sehr belastend, weil es völlige Unbeweglichkeit erfordert; und ihr wisst, wie schwierig diese zu erreichen ist.

‹ § 166 · Inhaltsverzeichnis · § 168 ›