Herz, § 136

Wenn es Hellhören und Hellsehen gibt, so muss es auch Hellriechen geben. Unter den Erscheinungen der psychischen Energie hat letzteres eine besondere Bedeutung. Die Energie wird nicht nur in Duft verdichtet, sondern sie ruft jenes krampfhafte Einatmen hervor, von dem Ich bereits gesprochen habe. Es ist lehrreich, daran zu erinnern, wie merkwürdig die alte Weisheit in unsinnige Rituale entartete. Liest man in den Ritualen der Ägypter, Chinesen oder anderer alter Völker von der Begrüßung durch Beriechen und Einatmen, so ist es schwierig, darin die Erinnerung an die von verschwundenen Rassen behütete psychische Energie zu erkennen. Aber auch jetzt enthüllt ein aufgeschlossenes Gefühlswissen das Wesen der umgebenden Atmosphäre. Es ist keine Frage des Geruchs, sondern eine solche des Wesens.

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