Gemeinschaft, § 66

1926 – V – 1

Die Evolution der Welt wird durch Umwälzungen oder Explosionen der Materie aufgebaut. Jede Evolution hat eine fortschreitende Aufwärtsbewegung. Jede Explosion wirkt als eine aufbauende Kraft spiralförmig. Deshalb ist jede Umwälzung naturgemäß dem Gesetz der Spirale unterworfen. Der irdische Aufbau gleicht einer Pyramide. Versucht nun, von jedem Punkt der fortschreitenden Spirale die vier Seiten einer Pyramide herunterzuziehen. Ihr erhaltet sozusagen vier Anker, die sich in die niederen Materieschichten herabsenken. Ein solcher Aufbau wird trügerisch sein, weil er auf sterbenden Schichten errichtet ist. Nun wollen wir versuchen, von jedem Punkt aufwärts einen Rhombus zu errichten; wir erhalten einen die Spiralbewegung überholenden Körper, der höhere Schichten erobert. Dies wird ein würdiger Aufbau sein! Gewiss, er muss ins Ungewisse beginnen und sich gleichlaufend mit der Bewusstseinsentwicklung erweitern. Deshalb ist Aufbau während der Revolution ein sehr gefährlicher Zeitpunkt. Viele unvollkommene Elemente werden den Aufbau in Schichten der abgenutzten und vergifteten Substanz hinunterdrücken. Nur verwegener Mut kann den Aufbau hinauflenken in Schichten, die unerforscht und durch den Gehalt neuer Elemente schön sind. Darum sage Ich und werde immer wieder sagen, dass veraltete Formen im Aufbau vermieden werden müssen. Ein Zurücksinken in die alten Gefäße ist unzulässig. Die Neue Welt muss in ihrer ganzen Strenge begriffen werden.

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