1925 – XII – 6
Man soll alles ohne Furcht und womöglich selbst tun. Es ist richtig, persönliche Verantwortung zu bekunden. Weder Wunsch noch Zitate, noch Kundgebungen, sondern durch persönliches Beispiel bekräftigte Bestätigung ist erforderlich. Sogar ein in mutiger Verwegenheit begangener Fehler kann leichter wiedergutgemacht werden als niederträchtiges Gestammel. Wertvoller ist die Tat, die weder der Apparate noch der Hilfe bedarf. Wer eine wertvolle Formel entdeckt, kann sie nicht zum Fenster hinausschreien, weil der dadurch entstehende Schaden die beste Nützlichkeit vernichten würde. Wie ein verschlossenes Gefäß, wie ein unausgeplünderter Berg, wie ein Pfeil – in zum Schuss gespanntem Bogen – so stehet da! Und wie ein Trunk aus dem Gefäß feurig ist, und wie der Berg unerschöpflich ist, und wie der Pfeil tödlich ist – so handelt! Denn wer wagt zu behaupten, dass Schnelligkeit nicht die schwierigste Errungenschaft ist! Milchige Flüsse werden sauer, und glitschige Ufer sind unbequem zum Sitzen. So lasst uns in der Rüstung persönlicher Verantwortung beeilen. Beachtet, dass es nur dort Erfolge gab, wo voller Mut geoffenbart wurde. Kleine Zweifel erzeugen eine sklavische Ängstlichkeit. Besonders in den Tagen ernster Krankheit des Planeten ist es wichtig, mit Mut erfüllt zu sein. Tastend hat man keine Durchschlagskraft, doch das Schwert kann die schädlichen Schleier spalten. Der Augenblick ist sehr ernst, und der ganze Mut muss aufgeboten werden.