1925 – VIII – 1
Es gibt keine seelenlose Gerechtigkeit, sondern nur leuchtende Zweckmäßigkeit. Wahrlich, die herrliche Zweckmäßigkeit kann nicht quälen, sondern sie erschließt die Tore der Schönheit. Und der Ruf der Zweckmäßigkeit erfüllt den Raum mit Siegesgefühl. Die Zweckmäßigkeit aufbauenden Ereignisse und Schöpfungen sind keine kleinen abgenutzten Bruchstücke, sondern sie sind die kostbaren Teile eines Kosmos. Nur das Begreifen kosmischer Individualität kann die Stufen der Evolution erleuchten. Ansonsten bleibt nach irdischer Auffassung die Evolution nur eine einträgliche Kapitalanlage. Doch ihr wisst bereits, dass ein Kapital, bar der Zweckmäßigkeit, nur ein Mühlstein um den Hals ist. Und wie das Auftreten einer Seuche geistige und körperliche Geschwüre hervorruft, so bringt auch das Auftreten des Wahnsinns der Habsucht dem Geist und dem Körper Schaden. Auf der Erde kümmern wir uns auch um den Körper, und deshalb sollte man die Ursachen der Krankheiten ergründen. Der Arzt könnte dem Kranken sagen: ‘Sie haben einen Anfall von Habsucht‘, oder ‘eine Anämie des Eigendünkels‘, oder ‘Steine des Verrats‘, oder ‘den Aussatz der Klatschsucht‘, oder ‘einen Schlaganfall des Hasses‘. Auf den Friedhöfen erinnern wir uns so gern an die Verdienste des Abgeschiedenen; es wäre gut, die wahren Ursachen der Krankheiten aufzuzeigen, dies wäre ein lehrreiches Schauspiel. Freunde, Ich wiederhole – haltet eure Gedanken rein, dies ist die beste Desinfektion und das beste Stärkungsmittel.