1927 – I – 6
Als Ich eure Länder besuchte, machte Ich die Beobachtung, dass das Wort ‘Kontrolle’ dort sehr gefürchtet ist. Für Uns hingegen ist dieser Begriff leicht annehmbar. Die Hand, die ihre Arbeit kennt, fürchtet nicht, sie mit einem Freund zu teilen. Das heißt, dass Wohlwollen und Wissen nötig sind, und es kann leicht wahrgenommen werden, dass dann Psychomechanik die Kontrolle über eine verborgene Tat ausüben könnte. Es ist bereits möglich, durch Mauern hindurchzusehen, es ist bereits möglich, alle Töne und Gedanken festzuhalten. Zur Verheimlichung ist ein ungewöhnlicher Mut des Bewusstseins erforderlich, und es ist unmöglich, diesen ohne langwierige Vorbereitung zu erlangen. Das Gleichgewicht der Bedingungen kann nur durch eine Verbesserung der Arbeitsqualität erreicht werden. Dann kann jeder Selbstkontrolle üben. Dann kann jeder einen außenstehenden Kontrolleur bitten, persönlich zu zeigen, wie es besser ist. Der freiwillige Kontrolleur muss selbst vollkommener arbeiten können. Daher wurde von Uns festgestellt, dass jede Kritik auf besserem Wissen begründet sein muss. Diese Erfahrung schafft eine Überzeugung, die weit verbreitet ist. Ihr selbst wisst, was Aufträge bedeuten. Glaubwürdigkeit verleiht Macht, Glaubwürdigkeit kennt keine Furcht. Der Glaubwürdigkeit folgend, kann man sowohl der rechtzeitigen Entscheidung als auch der Fülle der Mittel gewiss sein. Arm ist der Führer, der nur für einen Tag oder für eine Nacht plant. Man kann nicht mit Zuversicht fortschreiten, wenn man an die Mittelmäßigkeit des Führers denkt. Bürgschaft möge geprüft werden, denn die Gemeinschaft fürchtet keine Kontrolle. Die nötige Lösung kommt nicht durch den Sturz in die Finsternis, sondern im Lächeln der Erwartung, unabhängig von der Erscheinung. Wissen birgt das Ende der Furcht.