Gemeinschaft, § 123

1926 – X – 9

Kollektivismus und Dialektik sind zwei Hilfsmittel im Denken über den Materialismus. Das Wesen des Materialismus zeigt eine besondere Beweglichkeit und geht an keiner Lebenserscheinung vorbei. Der Lehrer offenbart nur die notwendigen Wegweiser. Den aufgezeigten Pfad beachtend, kann man Vorschläge entwickeln. Der Materialismus muss wohlbegründet werden, so dass alle wissenschaftlichen Errungenschaften der Gegenwart konstruktiv in den Begriff ‘vergeistigter Materialismus‘ eingehen mögen. Wir sprachen über feinstoffliche Körper, über Magnete, über das Leuchten der Aura, über die Ausstrahlung der Gegenstände, über die Veränderlichkeit der Feinfühligkeit, über Gewichtsveränderung, über das Durchdringen von Materieschichten durch andere, über Gedankensendungen in den Raum, über das Zementieren des Raumes, über das Fühlen der Zentren, über das Verstehen des Wortes ‘Materie‘. Viel Unsichtbares, das jedoch mit Apparaten wahrgenommen werden kann, muss von dem geschätzt werden, der die Technik im Leben anwenden will. Phantastische Faselei ist durch gesunden Verstand zu ersetzen. Wir, die Träger des Geistes, haben das Recht, das Erkennen der Materie und Achtung vor ihr zu verlangen. Freunde, Materie ist kein Dünger, sondern eine von Möglichkeiten strahlende Substanz. Die Not der Menschen rührt von der Verachtung der Materie her. Es wurden prunkvolle Versammlungshallen gebaut, doch dem Wissen wurden keine Hymnen gesungen.

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