Gemeinschaft, § 119

1926 – X – 5

Ihr denkt ganz richtig, dass ohne die Errungenschaften der Technik keine Gemeinschaft möglich ist. Jede Gemeinschaft bedarf der technischen Anpassungen, und Unsere Gemeinschaft ist ohne Vereinfachung des Lebens undenkbar. Notwendig ist die aufgezeigte Möglichkeit der Anwendung der Errungenschaften der Wissenschaft; andernfalls fallen wir einander zur Last. Als praktische Realisten können Wir dies kühn behaupten. Darüber hinaus können Wir beharrlich alle Pseudo-Realisten tadeln. Ihre untergeordnete Wissenschaft und Blindheit behindern sie an der Erreichung ihres Zieles. Genau wie die Pharisäer im Altertum verbergen sie ihre Angst davor, zuzugeben, was anderen bereits offensichtlich ist. Wir lieben keine Unwissenden, Wir lieben keine Feiglinge, die in ihrem Schrecken die Möglichkeiten der Evolution mit Füßen treten. Verlöscher der Feuer, Hassende des Lichtes, seid ihr nicht alle gleich, von welcher Seite immer ihr angekrochen kommt?! Ihr wollt die Flamme des Wissens auslöschen, doch die unwissende Gemeinschaft ist ein Gefängnis, weil Gemeinschaft und Unwissenheit unvereinbar sind. Wissen ist erforderlich! Glaubet nicht, sondern wisset!

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