Feurige Welt III, § 495

Das Gebet ist Ausdruck der besten Gedanken. Alle Glaubensvorschriften schlagen vor, dem Beten zum Höchsten den bestmöglichen Ausdruck zu verleihen. Es ist richtig, den Menschen zu raten, sich an das Höchste in den erhabensten Gedanken zu wenden. Wir wiesen stets auf den großen Nutzen erhabenen Denkens hin. An wen sonst könnte man sich in Gedanken wenden, wenn nicht an das Höchste? Ich rate, keine Zeit zu verlieren, wenn die Möglichkeit besteht über das Streben zum Lichte zu sprechen. Weder Bittgebete noch Streitgespräche vermehren die Gnade des Erhabenen, sondern nur Streben in Herzenswärme. Die Menschen müssen denken lernen, das bedeutet, Gedanken an das Höchste anzuwenden – die einen klarer, die anderen verschwommen, aber alle auf ein und demselben feurigen Pfad.

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