Feurige Welt III, § 42

Wie unterschiedlich wird die Offenbarung des Heldentums gewöhnlich verstanden. Man sollte daran denken, dass ein Held nicht immer durch Posaunenschall verkündet wird. Ein Held des Geistes schreitet nicht im weltweiten Glanz einher, sondern leert wahrhaftig den Giftbecher. Oft wird jenen, die mehr fordern, mehr gegeben, um ihr Verlangen zu stillen; doch irdische Gaben erweisen sich nicht als höhere Gaben. Wahrhaftig, ein Geistesheld wandelt auf einem anderen Pfad. Seine Last wird die Last der Welt sein; und wundervoll ist die in Stille und Einsamkeit ungestüm voranschreitende Erscheinung des Geisteshelden. Die feurige Schaffenskraft des Geisteshelden ist nur mit dem Feuer höchster Anspannung vergleichbar, denn die höhere Flamme ist unsichtbar. Die Strahlen der geistigen Schöpfer werden vom Raum spürbar verstärkt. Ist das Bildnis des Gebenden nicht ein Bildnis des wunderwirkenden Herzens? Daran lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt denken!

‹ § 41 · Inhaltsverzeichnis · § 43 ›