Feurige Welt III, § 19

So wie der Gipfel nicht für alle Platz bietet, ebenso wird jeder, der ihn ersteigt, erkennen, dass der Aufstieg nicht mit einer schweren Last vonstattengehen kann. Darüber hinaus ist auf dem Gipfel kein Platz für Überflüssiges. Der aufsteigende Geist muss stets daran denken, dass er sich von den Bindungen des Alltagslebens lösen muss. Die Abhänge sind steil, und man sollte auch daran denken, dass nur der Fuß des Berges breit ist. Am Fuße ist Raum für weltliche Dinge, doch der Gipfel ist spitz und für den ganzen menschlichen Besitz zu klein. Irdisches Geschehen wird am klarsten vom Gipfel aus gesehen, weshalb jeder an den Gipfel denken, aber auch die steilen Abhänge nicht vergessen sollte. Bei einem mutigen, entschlossenen und tatkräftigen Aufstieg sollte man daran denken, dass der Gipfel selbst zwar klein, aber das Blickfeld unermesslich ist. Je höher man aufsteigt, umso weiter und überwältigender ist die Sicht; und je überwältigender die Sicht, desto stärker die Verschmelzung zur Einheit. Lasst uns auf diese Weise an das für den Aufstieg gegebene Geleitwort denken.

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