Feurige Welt III, § 135

Die LEBENDIGE ETHIK nimmt alle Begriffe der Lebensgrundlagen wahr. Für die Anwendung der Lebendigen Ethik im Leben ist es vor allem notwendig, in sich die Eigenschaft des wahren Dienstes an der Hierarchie zu erkennen. Gerade die Frömmler werden sich als erste von der Lebendigen Ethik abwenden. Das Verweilen vor einem Gegenstand, der selbst die Erhabensten Bildnisse darstellt, kann keine Hilfe zuteilwerden lassen, wenn es keine wahre Verehrung gibt. Wir kennen Frömmler, die mit Worten beten, jedoch im Herzen schweigen. Gewiss, diese Frömmler lieben es, zu einem in ihrem Herrgottswinkel hängenden oder auf dem Tisch stehenden Heiligenbild zu sprechen. Die Lebendige Ethik muss vor allem in täglichen ethischen Handlungen zum Ausdruck kommen. Die Lebendige Ethik hilft das menschliche Antlitz zu wahren. Diese feurigen Gesetze werden den Geist zum Verstehen der Hierarchie führen. Dienst kann eine wunderbare Brücke zwischen den Welten sein, aber der Geist kann nicht von feinstofflichen Energien der Feinstofflichen Welt umgeben sein, wenn die Verunreinigungen des Geistes nicht auf Erden ausgelebt werden. Nutzlos sind alle Beteuerungen der Hingabe, nutzlos vorgegebenes Verstehen des Lehrers, nutzlos alle Verehrungen des Herrschers, wenn man die Lebendige Ethik nicht begreift. In der Feinstofflichen Welt behält man seine Erfahrungen bei. Wie das eigene Licht die Umgebung erhellt, ebenso verschluckt die eigene Finsternis den ganzen Raum. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man die bedrohlichen Folgen bedenken, wenn die Lebendige Ethik nicht im Leben angewendet wird.

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