Feurige Welt II, § 70

Man muss immer auf der Schwelle der Zukunft stehen. Der Mensch ist in jedem Augenblick neu. Man kann sich nicht in der Vergangenheit behaupten, weil sie nicht mehr besteht. Der Mensch kann die Vergangenheit kennen, aber wehe dem, der die Maßstäbe der Vergangenheit anwenden will. Vergangenheit und Zukunft sind unvereinbar. Die Weisheit der Erkenntnis neuer Verbindungen vereinigt die Vergangenheit mit der Zukunft. Es ist nicht leicht, beständig und mutig zu erkennen, dass jeder Augenblick die Welten erneuert; doch aus dieser Quelle wird unerschöpflicher Mut geboren. Es kann eine Ratsversammlung weiser Menschen einberufen werden, doch wer im Geiste senil ist und sein Gesicht der Vergangenheit zuwendet, der möge fernbleiben. Das Licht der Zukunft ist das Licht der Hierarchie.

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