Feurige Welt II, § 433

Mit jedem Augenblick kann das Leben neu beginnen. Es kann kein veraltetes Leben geben, es sei denn in unserer Vorstellung. Doch wozu bilden und erneuern wir unser Denken? Wohl für ein neues Leben! Verstehen wir das nicht als persönliche Vorstellung, als Egoismus. Solch ein Leben der Ichsucht käme der Liebedienerei gleich. Aber niemand kann aufsteigen, der kriecherisch ist. Ein neues Leben im Namen des Guten wird in Zusammenarbeit aufgebaut. Solch ein Leben entzündet viele Feuer. Vergessen wir nicht, dass der gute Gedanke auf seinem Wege viele Leben anfeuert. Den Raum mit üblem Denken vergiften, stellt nichts Neues dar. Doch Selbstlosigkeit des Herzens richtet das Denken auf das Entzünden von neuen Fackeln. Es ist sicher ein weises Gesetz, dass der gute Gedanke das Aufflammen neuer Feuer hervorruft. Das Inerscheinungtreten der neuen, ewigen Funken der Feurigen Welt bedeutet wahrhaftig ein neues Leben.

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