Feurige Welt II, § 425

Manchmal gelangen die Menschen zu solch einem Gipfelpunkt von Absurdität, dass sie jeden ihrer Gedanken über das künftige Leben als das Ende irdischen Daseins betrachten. Gleichzeitig aber säumen sie nicht, ihre irdischen Angelegenheiten für viele Jahre im Voraus zu regeln. Solche Handlungsweisen deuten nur darauf hin, wie trüb der Gedanke an das künftige Leben ist. Demzufolge dringen die Bündnisse, Offenbarungen sowie die wissenschaftlichen Errungenschaften nicht ins Bewusstsein ein. Die Menschen werden neue Heilmittel von euch fordern, neue Hinweise über Ernährung, bloß des körperlichen Wohlergehens wegen, doch nicht für eine bessere eigene Zukunft, die eines ständigen und sorgsamen Aufbaus bedarf. Die Menschen sind unwillig sich vorzustellen, dass ihr irdisches Leben kürzer ist als der kürzeste Aufenthalt eines Eisenbahnzuges. Der ehrenwerte Wanderer ist darum besorgt, bei seiner kurzen Übernachtung den Wirt nicht zu belästigen, denn sein Bewusstsein ist auf das Ziel seiner Wanderung gerichtet. Aber Wanderer auf dem Großen Pfad denken oft nur ans Nachtquartier, ihre Bestimmung gleichgültig vergessend. Kleinliches Denken ist dem Großen Pfad nicht angemessen! Deshalb wird der feurige Pfad der Pfad des Bewusstseins der Zukunft sein. Der vom Gedanken an den ewigen Pfad erleuchtete Wanderer kann freudvoll voranschreiten. Auf jedem Marsch muss ein Teilchen ewigen Feuers mit sich getragen werden. Der Feurigen Welt sollte man sich mit ungeteiltem Entschluss, in vollem Wunsch und mit ganzem Herzen nähern.

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