Feurige Welt II, § 336

Ein guter Gedanke ist die ursprüngliche Basis der guten Tat. Der Gedanke geht der Tat voraus, deshalb lasst uns das Wesen des Guten nach den Feuern des Gedankens erwägen. Glaube ohne Werke ist tot, denn solcher Glaube ist blindes Vertrauen, aber kein guter Gedanke. Auch der finstere Gedanke strahlt. Ihr kennt die schwarzen Flecken mit roter Strahlung und wisst, dass die glühenden Lichtblitze mit den finsteren Ausstrahlungen kämpfen. Der finstere Gedanke führt zu den ungeheuerlichsten Taten. Ein gewisser König befahl, ein Heiligenbild mit Hörnern aus Diamanten zu versehen, um seine uneingeschränkte Macht des freien Willens zu veranschaulichen. Ein gewisser Wahnsinniger versah seine Stiefel mit einem Heiligenbild, und wie es schien ereignete sich auf diesem nichts, doch er konnte die davon ausgehende Zerstörung in der Feinstofflichen Welt nicht sehen. Er war selbst von seinem Wahnsinn überzeugt. Man kann das Unwägbare nicht mit irdischen Maßen messen.

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