Feurige Welt II, § 258

Vielleicht habt ihr schon gehört, dass weise Menschen in einer gefahrvollen Stunde manchmal ‘Freude, Freude’ ausgerufen haben. Dieser Ausruf konnte kein Selbstbetrug sein. Sie wussten um die Schatzkammer der Freude und schöpften daraus gleichsam die zur Heldentat nötige Entflammung der Gefühle. Geister sind überflüssig, wo eine heilige Verbindung mit der Hierarchie besteht. Man kann aus der Schatzkammer unversiegbare Kräfte schöpfen, doch sie sollten flammend geweckt werden. Niemand kann der Freude über die Heldentat widerstehen. Man sollte sich nie dem Zwang hingeben. Freude aber ist Vollendung. Auf diese Weise lässt sie uns veredeln wie kostbare Blüten, doch lasst sie uns nicht schmälern durch den Verdacht, dass sie ein Trugbild wäre. Wir wissen, wie Freude über den Kanal Kundalini erklingt. Wir können oft nicht in Worte kleiden, woher diese Freude als Vorbote aufsteigt, aber sie sucht uns auf dem leichtbeschwingten Strahl der Hierarchie heim. Wer weiß, aus welch Unbegrenzter Quelle der Ruf der Freude ertönt? Wie viele wissen, dass die Zeit zur Offenbarung der Freude schon gekommen ist? Doch das Gesetz ist unabänderlich, und deshalb ist Freude eine besondere Weisheit. Wie lange vorher wurde dies schon gesagt! Doch in spiraliger Entfaltung wird es allmählich wirklich und begreiflich. Ebenso wachsen das Herz, das Bewusstsein und die feurige Weisheit. Wir sehen nicht, wie das Gras wächst, doch wir nehmen den Beweis des Wachsens wahr. So verhält es sich auch mit der Freude zur Heldentat.

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