Feurige Welt II, § 219

Sehr oft ergaben sich infolge der Relativität der Begriffsbestimmungen, die im Laufe von Jahrhunderten Änderungen erfuhren, Missverständnisse. Die ältesten Schriften erfuhren viele Änderungen, da sie durch die Hände fremder Übersetzer gingen. Das ist eine bekannte Tatsache, aber dennoch wird das alles kaum in Betracht gezogen. Um den vollen Sinn wahrzunehmen, wende man sich der einen Quelle zu – der Hierarchie. Ist der Übersetzer und Ausleger in Verbindung mit der Hierarchie, dann wird sein relatives Verstehen zur rechten Zeit einsetzen. Es ziemt nicht, die heiligen Bündnisse mit schmutzigen Händen zu berühren. Jedwede Gotteslästerung wird verurteilt, doch besonders abscheulich ist es, wenn ein Vertreter eines Religionssystems Gotteslästerung begeht. Leider sind solche Fälle wiederholt vorgekommen. Unter den Vertretern der Religionssysteme gibt es nicht wenige Atheisten. Können sie über die LEBENDIGE ETHIK sprechen? Die Wahnsinnigen wollen sogar über das künftige Leben nicht nachdenken. Man kann sich all das Entsetzen in einer Versammlung, an der Gotteslästerer teilnehmen, vorstellen! Die Feurige Welt ist für sie bloß eine Komödie. Mögen Unsere Freunde nicht versäumen, wo immer es möglich ist, über die Feurige Welt zu sprechen. Gewiss, außer vom geistigen Standpunkt aus kann es auch eine wissenschaftliche Annäherung geben. Zudem mögen Unsere Freunde selbst mehr über die Feurige Welt nachdenken; solche Gedanken sind wie Gebete.

‹ § 218 · Inhaltsverzeichnis · § 220 ›