Feurige Welt II, § 190

Gefahr ist eine Verdichtung der Spannungsschwingungen. Die Menschen sind von vielen Gefahren umgeben, aber nur wenige werden bemerkt. Wenn Führende sagen: ‘Lebt mit der Gefahr’, so könnten sie genauso gut sagen: ‘Beachtet die Gefahren und schreitet auf diese Weise voran.’ Die Gefahr kann nicht vermieden werden, aber es ist schön, aus Gefahren einen Teppich von Heldentaten zu weben. Führende wissen, dass sie mit einem Auftrag betraut sind und Gefahren sind Triebkräfte; deshalb denken Führende gar nicht an Gefahren. Jedweder Gedanke an Gefahr ist schädlich. Denken wir nicht an Gefahren, sonst stärken wir ihre Schwingungen und stören damit unser Gleichgewicht. Die Kräfteerhaltung darf nicht durch Furcht und Verwirrung unterbunden werden. Seien wir wachsam und um die beste Ausführung des Auftrages besorgt. Doch Gefahren können unsere Aufmerksamkeit nicht belasten. Der Lehrer sollte in erster Linie darauf bestehen, dass sich der Schüler vom Gespenst der Gefahren befreit. Der Schüler sollte immer darauf bedacht sein, keinen Tropfen der höheren Energie nutzlos zu verausgaben. Der Gedanke an Gefahr greift unsere Zentren an und verzehrt in ungebührlicher Weise unsere kostbare Energie. Der Gedanke an Gefahr wirkt sogar auf den Puls; doch das Herz wird durch den Wunsch, den Auftrag gut auszuführen, gestärkt. Auf diese Weise lasst uns auf die wirksamste Art handeln.

‹ § 189 · Inhaltsverzeichnis · § 191 ›