Feurige Welt II, § 143

Was bedeutet Liebe zum Guten? Man muss begreifen, dass dies nicht allein das Vollbringen guter Taten umfasst, sondern auch die Fähigkeit, vom Guten entzückt zu sein. Die letzte Bedingung wird gewöhnlich nicht angenommen und bleibt unverstanden; sie muss dem Menschen anerzogen und eingeprägt werden. Nur das Entzücktsein vom Guten spendet Herzenswärme. Die Liebesäußerung zum Guten enthüllt viele sich diesbezüglich aufdrängenden Einzelheiten des Guten. Es werden nutzvolle Vergleiche, die das Herz verfeinern können, übersehen. Solche Verfeinerung wird vor der Zufügung von Beleidigung bewahren. Wer beleidigt, der hat sich die Feurigen Tore schon verschlossen; er suchte menschliche Würde herabzusetzen und setzte sich auf diese Weise vor allem selbst herab. Als Ich über die Feurige Welt sprach, waren als feste Grundsätze für den Aufstieg natürlich in erster Linie Liebe und Güte zu verstehen. Und wie schön ist es, sich über das Gute freuen zu können! Wie auserlesen ist es, die Lotosblätter des Guten zu erkennen! Und wir freuen Uns über jeden solchen Ausdruck der Freude. Denn solche Freude am Guten ist rein! Auf diese Weise möge sich jeder, der von der Feurigen Welt träume, vor allem mit Liebe zum Guten ausstatten. Die Zeiten sind derart angespannt, dass Ich eine Weisung geben möchte: ‘Möge sich jeder, der beleidigt, selbst anklagen, da Wir ihn nicht schützen werden.’ Es gibt genug Erschwernisse. Wir müssen die Energie gerecht abwägen. Möge jeder sein eigenes Herz fragen, wo die Grenze der Beleidigung ist! Es ist unzulässig, die Kräfte durch gegenseitige Kränkungen zu missbrauchen.

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