Feurige Welt II, § 136

Heil jenen, die darüber nachdachten welche Möglichkeiten zu dienen sie haben und war es auch nur einmal. Ein solcher Gedanke öffnet bereits die ersten Tore zur Feurigen Welt. Wer aber stolz meint ‘ich kann es erreichen’, der wendet die Möglichkeiten des Dienens selbstsüchtig an. Eine derartige Einstellung ist Eigendünkel! Der Kerker der Selbstsucht bedeutet Einsamkeit! Wie freudvoll ist dagegen der Gedanke ‘Herrscher, ich will Dir noch mehr geben’! Herzliches Geben kennt keine Einschränkungen! Ist es etwa nicht erhebend für das Herz, wenn es nach dem Schatz des Gebens sucht? Solche Gebete bestehen aus feinsten Gedanken. Herzliches Geben ist echtes Gebet. Es öffnet viele Tore. Nicht im Bewusstsein dadurch etwas zu verdienen, sondern nur selbstloses Geben hilft, die Schwelle zu überschreiten. Ist das Geben derart vollkommen, so ziehen alle schrecklichen Erscheinungen vorüber. Zu jenen, die an der Schwelle stehenblieben, kann man sagen ‘wir haben keine Zeit mehr auf euch zu warten.’ Auf diese Art wirkt Geben vereinfachend.

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