Feurige Welt II, § 121

Die Welt ist nach dem Prinzip der Schönheit aufgebaut. Die Meinung, auf Weltliches verzichten zu müssen, ist falsch. Auf himmlische Schönheit darf man nicht verzichten. Die ganze Welt wurde den Menschen gegeben. Deshalb muss der richtige Sinn der Dinge erkannt werden. Wenn man die Vorstellungen über Verzicht betrachtet, findet man extrem verdrehte Vorstellungen und schädlichste Auswirkungen, es ist jedoch unzulässig, den schönen Begriff ‘Friede – Welt – weltlich’ aus Unwissenheit für Abscheulichkeiten zu missbrauchen! Weltliche Dinge an sich sind weder unwürdig noch beschämend. Hohe Bewusstseine schufen diese Welt. Man darf Ihnen nicht die verdrehten Vorstellungen der Unwissenden zuschreiben! Beim Studium der Grundlagen der Feurigen Welt muss man vor allem bereit dazu sein, viele Vorstellungen zu überprüfen. Kann man denn Völlerei, Unzucht, Diebstahl oder Verrat überhaupt als weltlich bezeichnen? Sie stehen sogar noch unter dem Verhalten der Tiere! Tiere kennen das erforderliche Maß, doch wenn der Mensch das rechte Maß verlor, so deshalb, weil er die Welt aufgab und somit in Finsternis versank. Wer unwürdig über Weltliches spricht, kann Richtiges von Falschem noch nicht unterscheiden. Wie könnte so jemand das gesegnete Feuer begreifen? Er würde schon beim Gedanken an die Feurige Welt erschaudern. Wir raten Freunden, zwischen Weltlichem und Chaos unterscheiden zu lernen. Wir raten Freunden, zunächst über das feurige Element in naheliegenden Geschehnissen zu sprechen.

‹ § 120 · Inhaltsverzeichnis · § 122 ›