Der innere Lotos kann sowohl offen als auch geschlossen beobachtet werden. Wenn die purpurne, schützende Aura erforderlich ist, kann man sehen, wie sich die Blätter des Lotos zusammenziehen und von den Ablagerungen der Blutgefäße bedeckt werden. Bei solch einer Erscheinung erkennt ein erfahrener Yogi, dass große Gefahr nahe ist. Wie sich in der Natur, lange vor Aufkommen der Wolken, die Blumenblätter stärker der Sonne zuwenden, oder sich in der Abenddämmerung unverzüglich zusammenfalten, dann spürt auch der Feurige Lotos das Nahen kosmischer Stürme. Und bei der Entwicklung des Yogas kann man eine ähnliche Anspannung auch im äußeren Lotos bemerken. So nennt man die kreisförmige Drehung des Kundalini, welche die Hauptzentren berührt und gleichsam den äußeren Lotos der Verteidigung bildet. Dieser besonderen Anspannung gehen für gewöhnlich Pfeile voraus, über die wir bereits gesprochen haben. Der äußere Lotos wird auch Panzer genannt. Wir betrachten seine Bildung nicht nur als Zeichen der Gefahr, sondern auch als Erreichen eines Yogagrades.